Niemand wird vergessen: Das Werk des Erretters reicht bis in die Geisterwelt.
¶ Denn auch Christus ist einmal um der Sünden willen gestorben, als Gerechter für Ungerechte, um uns zu Gott zu führen, er, der am (oder: nach dem) Fleisch (= Leibe) zwar getötet worden ist, aber zum Leben erweckt am (oder: nach dem) Geist (Röm. 1,4). ¶ Im Geist (= als Geist)*) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt (= die Heilsbotschaft verkündigt), nämlich denen, welche einst ungehorsam gewesen waren, als Gottes Langmut geduldig wartete in den Tagen Noahs, während die Arche hergestellt wurde, in der nur wenige, nämlich acht Seelen, Rettung fanden durch’s Wasser hindurch.
Nach seinem Tod ging Christus hin, um den Geistern im Gefängnis zu predigen, auch denen, die in den Tagen Noachs ungehorsam gewesen waren.
Denn dazu ist auch Toten die Heilsbotschaft verkündigt worden, daß sie, wenn sie auch leiblich, dem menschlichen Lose entsprechend, dem Gericht verfallen sind, doch im Geist (oder: dem Geiste nach), dem Wesen Gottes entsprechend, das Leben haben (sollen).
Den Toten wird das Evangelium gepredigt, damit sie gerecht gerichtet werden und nach Gottes Weise leben können.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde, ja, sie ist jetzt schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und diejenigen, die auf sie hören, werden leben.
Jesus sagt voraus, dass die Toten seine Stimme hören und leben werden.
Der Geist Gottes des HErrn ruht auf mir, weil der HErr mich gesalbt (= geweiht) hat, um den Elenden (oder: Demütigen) frohe Botschaft zu bringen; er hat mich ja gesandt, um die, welche gebrochenen Herzens sind, zu verbinden, den Gefangenen die Freilassung anzukündigen und den Gebundenen die Entfesselung,
Zur Mission des Messias gehört es, den Gefangenen die Freiheit zu verkünden und das Gefängnis zu öffnen – Worte, die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auch mit der Erlösung der Toten verbinden.
Was nun den Zustand der Seele zwischen dem Tod und der Auferstehung betrifft – siehe, mir ist von einem Engel kundgetan worden, dass der Geist eines jeden Menschen, sobald er aus diesem sterblichen Leib geschieden ist, ja, der Geist eines jeden Menschen, sei er gut oder böse, zu dem Gott heimgeführt wird, der ihm das Leben gegeben hat. Und dann wird es sich begeben: Der Geist derjenigen, die rechtschaffen sind, wird in einen Zustand des Glücklichseins aufgenommen, den man Paradies nennt, einen Zustand der Ruhe, einen Zustand des Friedens, wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird.
Alma lehrt, dass die Geister nach dem Tod weiterleben und die Rechtschaffenen in einen Zustand der Ruhe eingehen, der Paradies genannt wird.
So erging die Stimme des Herrn an mich, nämlich: Alle, die gestorben sind, ohne von diesem Evangelium zu wissen, die es aber angenommen hätten, wenn sie hätten verweilen dürfen, werden Erben des celestialen Reiches Gottes sein; auch alle, die von nun an sterben, ohne davon zu wissen, die es aber von ganzem Herzen angenommen hätten, werden Erben dieses Reiches sein; denn ich, der Herr, werde alle Menschen gemäß ihren Werken richten, gemäß den Wünschen ihres Herzens.
Wer gestorben ist, ohne das Evangelium zu hören, es aber angenommen hätte, wird nicht ausgeschlossen; Gott richtet nach den Wünschen des Herzens.
Als ich über dies Geschriebene nachsann, gingen meinem Verständnis die Augen auf, und der Geist des Herrn ruhte auf mir, und ich sah die Scharen der Toten, klein und auch groß.
Präsident Joseph F. Smiths Vision von der Geisterwelt im Jahr 1918 beginnt, als er über die heiligen Schriften nachsinnt.
sondern siehe, aus den Rechtschaffenen stellte er seine Kräfte zusammen und bestimmte Boten, angetan mit Macht und Vollmacht, und gab ihnen den Auftrag, hinzugehen und das Licht des Evangeliums denen zu bringen, die in Finsternis waren, ja, zu allen Menschengeistern; und so wurde den Toten das Evangelium gepredigt.
Der Erretter organisierte rechtschaffene Geister, damit sie das Evangelium zu allen Toten trugen.
So wurde das Evangelium denen gepredigt, die in ihren Sünden gestorben waren, ohne die Wahrheit gekannt zu haben, oder in Übertretung, da sie die Propheten verworfen hatten. Man belehrte sie über Glauben an Gott, die Umkehr von der Sünde, die stellvertretende Taufe zur Sündenvergebung, die Gabe des Heiligen Geistes durch Händeauflegen sowie alle sonstigen Evangeliumsgrundsätze, die sie kennenlernen mussten, damit sie sich bereitmachen konnten, dass sie den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem Geist leben könnten.
Den Geistern in der Geisterwelt wird das vollständige Evangelium gelehrt, einschließlich der stellvertretenden Taufe.
Der Prophet Joseph Smith und mein Vater Hyrum Smith, Brigham Young, John Taylor, Wilford Woodruff und andere auserkorene Geister – die zurückbehalten worden waren, um in der Fülle der Zeiten hervorzukommen und sich an der Grundlegung des großen Werks der Letzten Tage zu beteiligen, wozu auch die Errichtung von Tempeln und darin der Vollzug heiliger Handlungen zur Erlösung der Toten gehört – waren ebenfalls in der Geisterwelt.
Erwählte Geister wurden zurückbehalten, um die Grundlage für das Werk der Letzten Tage zu legen, einschließlich der Tempel und der heiligen Handlungen für die Toten.
Ich sah, dass die getreuen Ältesten dieser Evangeliumszeit nach ihrem Hinscheiden aus dem irdischen Leben mit ihrer Arbeit fortfahren, indem sie das Evangelium der Umkehr und der Erlösung durch das Opfer des einziggezeugten Sohnes Gottes unter denen verkündigen, die in der großen Welt der Geister der Toten in Finsternis und unter der Knechtschaft der Sünde sind. Die Toten, die umkehren, werden erlöst werden, indem sie die Verordnungen des Hauses Gottes beachten, und werden, sobald sie die Strafe für ihre Übertretungen bezahlt haben und reingewaschen sind, gemäß ihren Werken einen Lohn empfangen; denn sie sind Erben der Errettung.
Die Glaubenstreuen lehren auch nach dem Tod weiter, und die Toten, die umkehren, werden durch die heiligen Handlungen des Tempels erlöst.
KPMose 7:57Mose, der die Vision Henochs aufzeichnet
und alle Geister, die im Gefängnis waren, kamen hervor und standen zur rechten Hand Gottes, und die Übrigen wurden bis zum Gericht des großen Tages in Ketten der Finsternis behalten.
In Henochs Vision kommen die Geister im Gefängnis im Zusammenhang mit dem Werk des Erretters hervor und stehen zur rechten Hand Gottes.